Die erste Offensivszene der Partie war ein „Drei-gegen-Zwei“-Vorstoß der Gäste, an dessen Ende Jonas Taibel vom linken Flügel aus abschloss, Sebastian Dahm klemmte die Scheibe unter seinem Beinschoner ein (2.). Als der aufgerückte Yannick Rathgeb aus dem Slot schlenzte, lenkte Jesper Jensen Aabo den gefährlichen Schuss noch mit seinem Oberkörper ab (6.). Bei einer Direktabnahme von Nick Petersen von der linken Halfwall aus (8.) und einem flachen Net Drive von Daniel Obersteiner nach St. Denis-Zuspiel aus der Ecke (11.) war Goalie Elijah Neuenschwander zur Stelle. Im ersten Powerplay des schweizer Meisters verteidigten sich die Rotjacken gut, hatten in einer Szene aber auch Glück: Neuerlich war es der gebürtige Österreicher Taibel, der aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, in diesem Fall aber nur die lange Stange traf (14.). Dem Führungstreffer sehr nahe kamen die Gäste in Minute 16 bei gleich zwei goldenen Gelegenheiten: Zunächst driftete Jan Dorthe vor dem Kasten noch nach außen, als er die Scheibe flach auf das Tor schob, fuhr Sebastian Dahm seinen rechten Pad aus. Dann wurde ein Rathgeb-Wristshot aus dem Rückraum mehrfach abgefälscht, das Spielgerät kam auf der Torlinie zu liegen und wurde vom dänischen KAC-Schlussmann im letzten Moment weggekehrt. Die letzte gute Möglichkeit im ersten Durchgang fanden die Gastgeber vor: Ben Öfner profitierte von einem vor dem Crease hängengebliebenen Passversuch, er steckte auf Tobias Sablattnig durch, für den der Winkel vor dem linken Pfosten aber schon zu spitz war (18.).
In Folge einer rot-weißen Scheibeneroberung in der neutralen Zone passte Simeon Schwinger von links aus nach innen, Thomas Hundertpfund traf beim aufgeknieten Onetimer den Puck nicht richtig (24.). Im ersten KAC-Powerplay des Abends kam Herburgers Hechtsprung am langen Pfosten bei einem St. Denis-Schusspass nur knapp zu spät, Matt Frasers Direktabnahme aus kurzer Distanz landete lediglich am Metall (jeweils 26.). Zur Drittelmitte übte Gottéron dann enormen Druck aus, die Klagenfurter Abwehr hielt aber dicht: Bei numerischem Nachteil kam Macus Sörensen zu einem partiellen Breakaway, an dessen Ende er den Puck mit der Rückhand an die Stange schob (30.), bei Streules Schlagschuss von links aus wehrte Sebastian Dahm mit dem Stock ab, der Verteidiger kam zu seinem eigenen Rebound, schob diesen nach Wraparound auf die Vorhand aber nur parallel zur Torlinie durch den Crease (31.). Patrik Nemeth schlenzte von der Mitte der blauen Linie aus ins Getümmel, der Puck streifte die Oberkante der Querlatte (32.). Mitten in diese starke Phase der Gäste hinein ging der EC-KAC in Führung: Im Mitteldrittel blieb ein Gottéron-Pass im Schlittschuh von Simeon Schwinger hängen, was Raphael Herburger ein Solo über halbrechts ermöglichte, er sendete mit der Vorhand in die kurze Ecke ein (33.). Der zentral durchgebrochene Rathgeb scheiterte aus dem Slot an Dahms Schulter (34.), dann spielte Klagenfurt wieder mit einem Mann mehr: Drozg fand den Querpass durch die Box, Jan Muršak zögerte aber einen Tick zu lange, sodass Neuenschwander die kurze Ecke schließen konnte (36.). Wieder konterte Marcus Sörensen in Unterzahl, nach Vorhand-Rückhand-Bewegung stopfte er die Scheibe auf die kurze Ecke, wo sie allerdings am Skate des KAC-Goalies landete (36.).
Im mit ins Schlussdrittel genommenen Powerplay fälschte Nick Petersen einen Schuss von Jan Drozg zu zentral auf den Torhüter ab (42.), dann kam Fribourg zu einer Phase numerischer Überlegenheit und drehte dort das Spiel mit drei Treffern innerhalb von 67 Sekunden zu seinen Gunsten. Zunächst traf ein Kapla-Schlenzer von der blauen Linie aus vor dem Kasten Jonas Taibel, von dem aus der Puck über die Linie sprang (44.), dann ging Lucas Hedlund auf der linken Flanke in die Tiefe und passte zur Mitte, Nicolet zog ab, Dahm parierte, aber Jacob de la Rose verwertete den Abpraller aus kurzer Distanz (45.). Weil in der Champions Hockey League Überzahltore bekanntlich nicht für das Ende des Powerplays sorgen, vermochten die Gäste in dieser Sequenz ein drittes Mal zu treffen: Nachdem Anthony Richard halbrechts steil gegangen war und abgezogen hatte, konnte den Abpraller wiederum Taibel in das halbleere Gehäuse kehren (46.). Dem Team der Rotjacken und auch dem Publikum in der Heidi Horten-Arena war damit der sprichwörtliche Stecker gezogen, das Spiel verflachte nun etwas. Als Clemens Unterweger aus dem linken Rückraum abzog, wurde der Puck von einem Schlittschuh aus nur um Zentimeter an der langen Ecke vorbei abgelenkt (53.). Gut vier Minuten vor dem Ende ergab sich noch ein mehrfach aufflammendes Scharmützel, das einige Strafen – darunter eine Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Maximilian Preiml – nach sich zog. Klagenfurt verteidigte sich mit viel Herz, überstand auch 73 „Drei-gegen-Fünf“-Sekunden ohne Schaden, ein Anschlusstreffer war angesichts des numerischen Kräfteverhältnisses auf dem Eis aber nicht mehr in Griffweite. Nach einem Pass durch die Box und einer Rathgeb-Direktabnahme fuhr der starke Sebastian Dahm noch einmal seinen Beinschoner aus (59.), es blieb beim 1:3 aus rot-weißer Perspektive.
Post Game-Kommentar von Assistant Coach Christoph Brandner:
„Ich denke, das war ein gutes Spiel von uns. Nach der Partie gegen Bordeaux, in der wir unsere Intensität nicht wirklich gefunden haben, konnten wir uns heute in dieser Hinsicht deutlich steigern. Leider haben wir zu viele Strafen genommen und wurden dafür bestraft. Aber insgesamt war das ein richtig guter Auftritt, mit dem wir trotz des Ergebnisses zufrieden sein können. Es gibt noch Bereiche, in denen wir Adaptionen vornehmen müssen, zum Beispiel im Powerplay, aber gegen eine starke Fribourg-Mannschaft haben wir in vielen Aspekten eine gute Figur abgegeben.“


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