Zum Abschluss des insbesondere in der Liga sehr erfolgreichen Monats September empfängt der EC-KAC (fünf Siege, keine Niederlage) am Mittwoch, dem 30. September 2026, in der Heidi Horten-Arena den Milano Hockey Club (vier Siege, eine Niederlage). Der Liganeuling startete stark in die neue Saison, sodass es in Klagenfurt zum Duell zwischen dem Tabellenersten und -zweiten der win2day ICE Hockey League kommt. Für die um 19.15 Uhr beginnende Begegnung sind noch vereinzelte Sitzplatz- und zahlreiche Stehplatzkarten verfügbar.
TICKETS
Für das Spitzenspiel des sechsten Liga-Spieltags sind noch rund zehn Sitzplatz-, fünf VIP- und rund 380 Stehplatzkarten verfügbar. Diese sind – ebenso wie potenziell bis zum Spieltag von Abonnent/innen dem Zweitmarkt zugeführte Karten – durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC erhältlich. Die Abendkassa am Haupteingang der Heidi Horten-Arena öffnet am Spieltag um 17.45 Uhr.
BERICHTERSTATTUNG
Die Begegnung wird nicht im TV, wohl aber wie gewohnt im vom EC-KAC produzierten und über die Plattform des Streaming-Partners der win2day ICE Hockey League, Sporteurope.TV, ausgestrahlten Livestream übertragen (Pay-per-View). Sendungsbeginn ist mit den Vorberichten um 19.00 Uhr. Über den Spielverlauf informiert außerdem Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at im Kärntner Eishockeymagazin (ab 20.04 Uhr).
Die Ausgangssituation:
Der EC-KAC startete zum erst zweiten Mal seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 mit fünf Siegen am Stück in eine Saison, komplettiert wurde dieses Quintett an Erfolgen am Sonntagabend von einem 6:2-Heimsieg gegen den amtierenden Champion, die Graz99ers. Die Rotjacken erwiesen sich an den ersten beiden Wochenenden der win2day ICE Hockey League als Meister der Effizienz, sie konnten famose 19,3 Prozent aller Torschüsse in einen Treffer verwandeln. Ebenso gut in Fahrt ist das Klagenfurter Überzahlspiel, das bereits acht Mal anschreiben konnte, eine Erfolgsquote von 38,1 Prozent vorzuweisen hat und bislang durchschnittlich pro 3:01 Minuten an numerischem Vorteil ein Powerplay-Tor erzielte. Die 29 Saisontreffer Klagenfurts gingen auf die Konten von 15 verschiedenen Spielern, was die mannschaftliche Geschlossenheit ebenso demonstriert wie der Umstand, dass im Verlauf der ersten fünf Begegnungen bereits 18 Akteure auf zumindest zwei Scorerpunkte kamen. Die teaminterne Torjägerliste führen Thomas Hundertpfund und Nick Petersen mit jeweils vier Treffern an, die meisten Vorlagen mit jeweils fünf lieferten Raphael Herburger und Clemens Unterweger.
Der Milano Hockey Club, im Sommer neu in die Liga gekommen und aufgrund der Tatsache, dass sich die Errichtung seiner Heimstätte erst in deren Endphase befindet, mit acht Auswärtspartien in die Saison startend, legte bislang ein überzeugendes Debüt hin: Am vergangenen Freitag kassierten die Italiener beim Ferencvárosi TC (0:3) ihre bisher einzige Niederlage, die Spiele in Innsbruck, Linz, Feldkirch und Wien wurden hingegen allesamt gewonnen. Mit zwölf Punkten steht der Liganeuling aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz, im Schnitt kassierte er pro Saisonbegegnung nur 2,0 Gegentreffer. Die jeweils mit vier Toren Differenz klaren Auswärtssiege bei den Black Wings und den Capitals gelangen vor allem auch aufgrund eines effizienten Powerplays, das in diesen beiden Begegnungen (bei elf Gelegenheiten) insgesamt fünf Mal anschreiben konnte. Hinsichtlich der offensiven Produktivität haben sich bei Milano bislang Blake McLoughlin und Ex-NHL-Stürmer Michael Dal Colle mit drei bzw. vier Treffern hervorgetan, getragen wird das Spiel aber über weite Strecken von den Verteidigern Alex Grant (fünf Assists in fünf Spielen) und Wyatte Wylie, die pro Partie jeweils um die 25 Minuten Time-on-Ice verbuchen.
Die Geschichte:
Mit dem Eishockeystandort Milano verbindet den EC-KAC eine lange gemeinsame Geschichte: Die Hauptstadt der Lombardei war im Dezember 1929 der erst zweite Ort außerhalb Österreichs, an dem die Rotjacken zu einem Spiel antraten. Bis zum Jahr 1991 bestritten die Klagenfurter in Summe 17 Test- und Turnierspiele gegen Klubs aus der Modemetropole. Ein intensiverer Spielverkehr etablierte sich in den 1990er-Jahren im Rahmen der Alpenliga, als Rot-Weiß zwischen 1991 und 1998 insgesamt 13 Mal Teams aus Milano (unter wechselnden Namen, teils in parallelen Strukturen: Devils, SG, AC, HC und HCJ) gegenüberstand und dabei die Mehrheit von acht dieser Duelle auch für sich entscheiden konnte. Die letzte Konfrontation des EC-KAC mit den damaligen Vipers Milano datiert aus dem Jahr 2001, als man sich in der Gruppenphase des Continental Cups 4:4 unentschieden trennte. Der nunmehrige Teilnehmer der win2day ICE Hockey League, der Milano Hockey Club, wurde erst im heurigen Frühjahr formiert und per 1. Juni in die Liga aufgenommen. Im Rahmen der WellCard Trophy standen die Italiener am 25. August auch den Rotjacken gegenüber: Ein Rebound-Treffer von Travis St. Denis und ein Empty Net-Tor von Tobias Sablattnig führten dabei zu einem rot-weißen 2:0-Erfolg.
Personelles:
Der am Sonntag vor dem Spiel kurzfristig erkrankte Jan Muršak kehrte am Dienstag in den Trainingsbetrieb zurück, er wird für die Begegnung mit dem Milano Hockey Club demnach wieder zur Verfügung stehen. Bei den beiden Spielern, die aus der freitägigen Partie in Ljubljana Verletzungen davontrugen, fielen die Diagnosen sehr unterschiedlich aus: Goalie Sebastian Dahm trug, wie mittlerweile feststeht, eine schwere Unterkörperverletzung davon, die eine Operation und danach eine mehrmonatige Rehabilitation erforderlich macht, seine Saison 2026/27 ist damit wohl vorzeitig beendet. Entwarnung gab es hingegen hinsichtlich der Oberkörperverletzung von Simeon Schwinger, seine Ausfallzeit wird voraussichtlich nur rund zwei Wochen dauern. Gegen den Tabellenzweiten muss der EC-KAC neben dem genannten Duo auch auf die Langzeitverletzten Jacob Hudson und Fabian Hochegger verzichten.
Pre-Game-Kommentar:
Travis St. Denis
„Wir haben in den beiden letzten Wochen sehr gut gespielt, unser Forecheck war ein Schlüsselfaktor in unserem Spiel. Durch ihn konnten wir viele Scheiben erobern, das hat zu Zeit in der Offensivzone geführt, die wir in Torchancen umwandeln konnten. Wir haben viele Treffer erzielt, wissen aber auch, dass wir noch an unserem Verhalten in der eigenen Zone arbeiten müssen. Unsere Goalies waren bisher herausragend, insgesamt gehen wir in die richtige Richtung, denke ich.“
„Für mich persönlich lief es bisher recht gut, ich kann zufrieden sein, der Fokus liegt aber ganz auf dem Erfolg der Mannschaft. Zu diesem möchte ich beitragen, indem ich Torchancen herausspiele oder selbst verwerte, das ist ein zentraler Teil meines Spiels. Nach neun Spielen habe ich das System, das beim EC-KAC gespielt wird, noch nicht ganz verinnerlicht, damit und mit den Wegen und Vorgaben in der eigenen Zone beschäftige ich mich noch. Auch die Abstimmung mit den Linienkollegen ist etwas, das Zeit braucht. Das sind Abläufe, die sich am Weg durch eine Saison verbessern und festigen, bis hierhin bin ich aber zufrieden mit den Fortschritten.“
„Milano hat einige großartige Spieler in seinem Team, auch manche mit NHL-Erfahrung, die also schon am höchsten Level gespielt haben. Auch wenn sie neu in der Liga sind, darf man sie als Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen, weil dort eben viel Qualität im Kader vorhanden ist. Wir möchten am Mittwoch an unsere Vorstellungen aus den ersten fünf Runden anknüpfen, uns weiter steigern und in unserem Spiel festigen, dann klappt es hoffentlich wieder mit einem Sieg.“
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