Nach zwei Heimspielen hintereinander tritt der EC-KAC am Freitag, dem 25. September 2026, wieder auswärts an: Im zweiten von drei Spielen in der laufenden Woche gastieren die Rotjacken beim letztjährigen Halbfinalisten Olimpija Ljubljana. Die Begegnung in der Hala Tivoli in Sloweniens Hauptstadt ist der Home Opener der Grünen Drachen, sie beginnt um 19.15 Uhr und ist im Livestream auf sporteurope.tv zu sehen.
BERICHTERSTATTUNG
Diese Begegnung ist nicht im Free-TV zu sehen, eine Livestream-Übertragung, produziert vom gastgebenden Klub, ist jedoch wie gewohnt auf Sporteurope.TV (Pay-per-View) verfügbar. Seitens der win2day ICE Hockey League wird dabei auch eine zweite Audio-Option mit deutschsprachigem Kommentar angeboten. Radio Kärnten (online empfangbar über sound.orf.at) begleitet das Spiel im Kärntner Eishockeymagazin, das um 20.04 Uhr beginnt.
Die Ausgangssituation:
Der EC-KAC prolongierte am Mittwoch seinen erfolgreichen Start in die neue Saison der win2day ICE Hockey League: Ohne spielerisch oder hinsichtlich der Intensität vollends zu überzeugen, fuhren die Rotjacken im 364. Kärntner Derby gegen den EC VSV einen klaren 6:1-Heimsieg ein. Damit hält der Rekordmeister mittlerweile bei 16:4 Toren und 9:0 Zählern, zum letzten Mal das Punktemaximum nach den ersten drei Begegnungen einer neuen Saison vorzuweisen hatte er im Herbst 2011. Neben der Treffsicherheit in der Offensive insgesamt profitieren die Klagenfurter in der aktuellen Frühphase der Spielzeit auch wesentlich von der guten Form ihrer Special Teams: Die Powerplay-Units verwandelten bisher 30,8 Prozent der Überzahlmöglichkeiten in einen Treffer, im Penalty Killing blieben die Rotjacken in bislang 18:44 Unterzahl-Minuten – davon zwei vollen „Drei-gegen-Fünf“-Minuten gegen Villach, in denen imposant verteidigt wurde – noch gänzlich ohne Gegentor.
Olimpija Ljubljana geht auf Tabellenplatz vier liegend in sein erstes Heimspiel der neuen Saison, an den ersten drei Spieltagen traten die Grünen Drachen jeweils auswärts an. Eröffnet wurde die Saison der Slowenen von zwei Auswärtserfolgen in Ungarn, weder gegen den Ferencvárosi TC (5:3) noch gegen Fehérvár AV19 (6:2) lagen sie jemals in Rückstand. Anders gestaltete sich der Auftritt bei den Black Wings Linz am Mittwoch: Dort fand die Truppe von Head Coach Ben Cooper erst spät zu ihrem Spiel, nach zwischenzeitlichem 0:4-Defizit unterlag sie den Oberösterreichern mit 3:4. Sämtliche drei Treffer Olimpijas in dieser Partie gingen auf das Konto von Sommer-Neuzugang Josh Lawrence. Wohl weiter verschärft hat sich unterdessen die personelle Situation in Ljubljanas Defensive, wo bereits drei Stammkräfte fehlten und nun in Linz auch Ex-KAC-Crack Blaž Gregorc vorzeitig verletzt ausschied.
Die Geschichte:
Mit Olimpija Ljubljana bzw. dessen Vorgängerklubs duelliert sich der EC-KAC bereits seit den 1930er-Jahren, intensiviert wurde der Spielverkehr drei Dekaden später. Ab 1995 (Alpenliga, IEL) und dann wieder ab 2007 (Erste Bank Eishockey Liga) spielte man in insgesamt 15 Saisonen in der gleichen Liga. Der heutige Klub kam im Jahr 2021 in die nunmehrige win2day ICE Hockey League, wo er in der vergangenen Saison mit dem Halbfinaleinzug seinen bislang größten Erfolg zu verbuchen hatte. Duelle mit den Rotjacken gab es seit 2021 in Summe exakt 20, wobei die Mehrheit von 13 Begegnungen an die Klagenfurter ging, die sowohl in Heim- als auch in Auswärtsspielen gegen Olimpija eine positive Bilanz vorzuweisen haben. Die Hala Tivoli verließ Rot-Weiß bei zehn Auftritten nur zwei Mal gänzlich ohne Punktezuwachs, auch erzielte man dort insgesamt bereits starke 43 Tore.
In der vergangenen Saison 2025/26 entschieden beide Teams jeweils zwei der gegeneinander ausgetragenen Partien für sich, mit 7:5 Punkten und 12:9 Toren sprach die Bilanz aus den direkten Duellen jedoch für die Rotjacken. Größtes Unterscheidungsmerkmal war die Effizienz der beiden Mannschaften: Während der EC-KAC 11,8 Prozent seiner Torschüsse in Treffer konvertieren konnte, lag dieser Wert bei den Slowenen bei lediglich 7,8 Prozent. Die konstantesten Scorer Klagenfurts waren dabei Tobias Sablattnig und Raphael Herburger, die jeweils in drei der vier Saisonbegegnungen zumindest einen Zähler auf ihr individuelles Konto brachten. Historisch betrachtet drückte Thomas Hundertpfund Duellen mit Olimpija seinen Stempel auf, in seinen 17 Spielen gegen die Grünen Drachen seit 2021 verbuchte er satte 20 Scorerpunkte.
Personelles:
Wie am vergangenen Wochenende absolvierten die Rotjacken am Tag zwischen zwei Spielen, nun dem Donnerstag, lediglich ein optionales Eistraining. Gemeinsam in Vollbesetzung am Eis stehen wird das Team erst wieder am Freitag beim Morning Skate zur Vorbereitung auf das abendliche Spiel in Ljubljana. Für diese Begegnung ist von einem unveränderten Personalstand auszugehen, mit Ausnahme der beiden Langzeitverletzten Jacob Hudson und Fabian Hochegger sind alle Kaderspieler gesund und verfügbar.
Pre-Game-Kommentar:
Jan Muršak
„Der Saisonstart ist gelungen, wenn man die Ergebnisse betrachtet. Allerdings denke ich, dass wir spielerisch noch nicht dort sind, wo wir hinwollen, zumindest aber erzielen wir viele Tore, was resultatmäßig natürlich hilfreich ist. Wichtig ist, dass wir mit vier Linien rollen, zumal unsere vierte Linie nur auf dem Papier eine solche ist, sie machen einen tollen Job, treffen und sind insgesamt richtig gut in Schwung. Das brauchen wir auch, denn wir sind eher eine ältere Mannschaft, da ist es sehr wichtig, dass die jungen Spieler so viel produzieren. Dennoch gilt, dass wir noch einige Arbeit zu erledigen haben, insbesondere in der Defensivzone wird eine Steigerung vonnöten sein. Verglichen mit der Vergangenheit geben wir den Gegnern aktuell sehr viele Torchancen, hier retten uns meist unsere beiden Goalies, die superb spielen. Also insgesamt sind wir froh darüber, wo wir in den Ergebnislisten stehen, wissen aber, dass wir noch viel Raum für Verbesserung in unserem Spiel haben.“
„Es ist immer herausfordernd, in Ljubljana anzutreten, es ist bekannt, dass sie heuer über ein starkes Team verfügen. Wie wir agieren sie durchgehend mit vier Formationen, sie sind zudem im Powerplay nicht nur punktuell, sondern konstant gefährlich. Uns erwartet also eine schwierige Partie, in der es in erster Linie wichtig sein wird, dass wir die Anzahl der Möglichkeiten, die wir dem Gegner eröffnen, senken können. Mit Olimpija hat sich in den vergangenen Jahren auch eine kleine Rivalität entwickelt, das Spiel wird also sicher emotional geführt werden. Ich hoffe, wir bleiben weiterhin am Drücker und offensiv so gefährlich, dann haben wir wieder alle Chancen auf einen Sieg.“
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