Mit den Pioneers Vorarlberg kommt am Sonntag auch der zwölfte und letzte ICE-Konkurrent der Rotjacken als Gast in die Heidi Horten-Arena, kac.at stellt den Liganeuling ausführlich vor.

Aktuelles:

Die im Sommer neu in die Liga gekommenen Pioneers Vorarlberg rangieren aktuell am Ende der Tabelle der win2day ICE Hockey League. Nach 22 absolvierten Partien stehen lediglich fünf Siege zu Buche, darunter jedoch bemerkenswerte Heimerfolge gegen die letzten drei Titelträger Salzburg, Klagenfurt und Bolzano/Bozen. Am Donnerstag unterlag das Schlusslicht auf eigenem Eis trotz einer 2:0-Führung nach knapp vier Minuten dem EC VSV mit 2:5. In der Fremde holte der am westlichsten gelegene Klub im Bewerb bislang erst zwei Siege, ihr letztes Auswärtsspiel konnten die Pioneers am vergangenen Samstag allerdings gewinnen, sie setzten sich bei den Graz99ers mit 4:2 durch. Auch in dieser Begegnung sorgten frühe Treffer (drei in den ersten knapp 13 Minuten) für eine gute Ausgangsposition. Das Team aus dem Ländle kam im bisherigen Saisonverlauf zu lediglich 39 offensiven Erfolgserlebnissen, sein Schnitt an pro Partie erzielten Toren (1,77) liegt um satte 40,9 Prozent unter jenem der übrigen zwölf Klubs.

Spieler im Fokus:

Bei den Gästen aus Vorarlberg ist davon auszugehen, dass David Madlener zwischen den Pfosten stehen wird: Der ehemalige KAC-Goalie, von 2016 bis 2021 in Klagenfurt unter Vertrag, fuhr heuer bei acht Starts zwar erst zwei Siege ein, den ersten davon aber ausgerechnet gegen die Rotjacken, die er beim Aufeinandertreffen im September mit 53 Paraden sprichwörtlich zur Verzweiflung brachte. Die teaminterne Scorerwertung der Pioneers und auch ihre Torjägerliste wird von Hampus Eriksson angeführt, der Schwede traf bereits acht Mal und trat in neun weiteren Fällen als Vorlagengeber in Erscheinung. In der Abwehr setzen die Vorarlberger häufig auf eine Konzentration der Kräfte: Beim Quartett Christian Bull, Alexander Pallestrang, Steve Birnstill und Layne Viveiros (einst beim EC-KAC ausgebildet) liegt die durchschnittliche Time-on-Ice pro Partie jeweils im Korridor zwischen 23:01 und 25:11 Minuten. Prominentester Crack im Kader des Liganeulings ist Richard Jarůšek, der sich dem Klub Ende Oktober anschloss. Der Stürmer nutzte vor gut zehn Jahren den HC Orli Znojmo und die damalige EBEL als Sprungbrett, von 2013 bis zum vergangenen Sommer war er durchgehend in der Extraliga engagiert, in der er nicht nur auf 406 Einsätze kam, sondern zwischenzeitlich auch zum tschechischen Nationalspieler (WM-Teilnahme 2016) avancierte.

Bilanz gegen den EC-KAC:

Die 2022 gegründeten Pioneers Vorarlberg trafen bislang erst ein Mal – im September auf eigenem Eis – auf den EC-KAC. Doch aus der langen Reihe an direkten oder indirekten Vorgängerklubs erwuchs dem Rekordmeister über die Jahrzehnte ein häufig bespielter Gegner: Bislang trat Klagenfurt in 216 Ligaspielen gegen in Feldkirch beheimatete Klubs (EHC Feldkirch 1967 bis 1973, VEU Feldkirch 1973 bis 2000, EC Feldkirch 2002 bis 2004) an, 16 Mal trennte man sich unentschieden, 116 rot-weißen Siegen standen deren 84 der Vorarlberger gegenüber. Das letzte Gastspiel einer Feldkircher Mannschaft in Kärntens Landeshauptstadt in der höchsten Spielklasse liegt mehr als 18 Jahre zurück: Am 27. Februar 2004 besiegte der EC-KAC vor 3.150 Zuschauern den EC Feldkirch knapp mit 3:2, das Game Winning Goal für die Rotjacken erzielte in der 48. Minute der heutige Kapitän Thomas Koch. Auch der gegenwärtige Pioneers-Sportdirektor Michael Lampert verewigte sich in dieser Partie am Scoreboard.

PIV-KAC (18.09.2022)PIV-KAC (18.09.2022)

Das letzte Duell:

Das erste Aufeinandertreffen zwischen den Pioneers Vorarlberg und dem EC-KAC ging am 18. September in Feldkirch über die Bühne und endete mit einem knappen 2:1-Heimsieg der Vorarlberger. Die Rotjacken vergaben in dieser Begegnung eine fast schon groteske Anzahl an goldenen Einschussgelegenheiten, nach 60 Nettominuten standen 96 Torschussversuchen der Klagenfurter deren 23 der Pioneers gegenüber (Torschussverhältnis: 54 zu 13). David Madlener brillierte im Kasten der Gastgeber, er entschärfte alleine 21 der 22 KAC-Schüsse aus dem Slot und wurde insgesamt nur ein einziges Mal – von Rok Tičar im Powerplay – bezwungen. Die Rotjacken kamen in dieser Partie auf ihren höchsten Scheibenbesitz-Anteil in der bisherigen Saison (66,15 Prozent), bei Even Strength verbrachten Sie 18:04 Minuten mit Puckkontrolle im Angriffsdrittel (Pioneers: 5:25 Minuten). Für Vorarlbergs Treffer zeichneten – jeweils auf Vorlage des anderen – die beiden langjährigen EBEL/ICE-Kräfte Patrick Spannring und Kevin Macierzynski verantwortlich.

 

Spielbericht: „Ineffizienz bringt zweite KAC-Niederlage“ (kac.at, 18.09.2022)