Die Rotjacken gehen am Samstag erstmals heuer mit einer Serienführung im Rücken in ein Viertelfinalspiel, kac.at fasst die wichtigsten Details zur Auswärtspartie in Vorarlberg zusammen.

Der EC-KAC reiste am Tag nach dem zweiten Shutout-Sieg gegen die Pioneers Vorarlberg hintereinander umgehend wieder in den Westen der Republik, wo am Samstag, dem 9. März 2024, das vierte Viertelfinalduell am Programm steht. Der Grunddurchgangssieger liegt in der „Best-of-Seven“-Serie aktuell mit 2:1 in Führung, Spiel vier wird im Liveticker auf ticker.kac.at begleitet und ist im Livestream auf live.ice.hockey zu sehen, Spielbeginn in Feldkirch ist um 19.30 Uhr.

BERICHTERSTATTUNG

Das vierte Viertelfinalspiel des EC-KAC wird nicht im TV übertragen, die Pioneers Vorarlberg bieten über die Liga-Plattform live.ice.hockey jedoch einen Video-Livestream (Pay-per-View) an. Sendungsbeginn ist um 19.20 Uhr und Einzeltickets kosten €9,90. Direkt von dieser Begegnung berichtet (ab 20.04 Uhr) auch das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten (online zu empfangen via sound.orf.at). Die textliche Begleitung der Partie erfolgt im kostenlosen, von Admiral Sportwetten präsentierten Live-Ticker auf ticker.kac.at.

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC hat sich in der Viertelfinalserie nach der Auftaktniederlage auf eigenem Eis kontinuierlich gesteigert und am Donnerstag mit einem deutlichen 7:0-Heimerfolg erstmals die Führung im „Best-of-Seven“-Duell übernommen. Die Rotjacken sind damit seit 153:26 Minuten ohne Gegentreffer, eine längere Torsperre verbuchten sie in den Playoffs zuletzt am Übergang vom Viertel- zum Halbfinale 2003 (161:59 Minuten gegen den EC Feldkirch und die Black Wings Linz). Im dritten Duell mit den Pioneers kam mit drei Treffern in 8:42 Überzahl-Minuten das rot-weiße Powerplay in die Gänge, doch auch bei Even Strength – 30 gegenüber 13 Torschüssen – vermochten die Klagenfurter den Gegner zu dominieren. Einen 2:1-Vorsprung für den Rekordmeister erlebten in der Geschichte bislang 14 „Best-of-Seven“-Konfrontationen mit KAC-Beteiligung, in zehn dieser Fälle setzten sich die Kärntner später auch durch, in acht davon sogar ohne weitere Niederlage.

Die Pioneers Vorarlberg kassierten am Dienstag und Donnerstag erstmals seit Mitte Januar wieder zwei Niederlagen hintereinander, sie müssen nun drei der maximal noch vier stattfindenden Begegnungen mit dem Grunddurchgangssieger für sich entscheiden, um in das Halbfinale aufzusteigen. Das Team von Head Coach Dylan Stanley kam im bisherigen Spieljahr gegen den EC-KAC nur recht schwer zum Torerfolg: In den insgesamt sieben Duellen erzielte man um 57,6 Prozent weniger Treffer (1,43 pro Spiel) als in Partien gegen alle anderen ICE-Klubs (3,37). Zu wesentlichen Teilen liegt dies auch an der fehlenden Durchschlagskraft im Powerplay: Das in der Regular Season statistisch effektivste Überzahlspiel ligaweit konnte in den drei Viertelfinalspielen keine seiner elf Gelegenheiten numerischen Vorteils in einen Treffer konvertieren. In den sieben Saisonduellen mit den Rotjacken liegt die Erfolgsquote des Pioneeers-Powerplays aktuell nur bei mageren 8,0 Prozent.

Personelles:

Bei den Rotjacken kehrt der am Donnerstag gesperrte Matt Fraser in das Lineup zurück, für ihn macht aus dem Kreis der 13 Stürmer Luka Gomboc Platz. Marcel Witting, der im Schlussdrittel des jüngsten Heimspiels nach einem im ersten Abschnitt kassierten Kniecheck zur Sicherheit nicht mehr auf das Eis zurückkehrte, hat keine Blessur davongetragen und kann am Samstag auflaufen. Schlimmer getroffen hat es hingegen Tobias Sablattnig, bei dem zwar noch die finale Befundung der Untersuchungen nach der Partie ausstehen, der mit einer Oberkörperverletzung aber wohl längerfristig ausfallen wird. Seinen Platz im Aufgebot nimmt Maximilian Preiml ein. Die bereits am Freitag erfolgende Anreise nach Vorarlberg wird auch Raphael Herburger mitmachen, seine Mitwirkung in Viertelfinalspiel Nummer vier ist aufgrund anhaltender muskulärer Probleme allerdings sehr unwahrscheinlich.

Pre-Game-Kommentar:

„Das Spiel am Donnerstag war natürlich unser bester Auftritt in der bisherigen Serie, ich denke, wir haben auf beiden Seiten des Pucks, defensiv wie offensiv, dominiert. Endlich haben wir ein paar Tore erzielt, auch das Powerplay hat funktioniert, das Penalty Killing war wie schon in den letzten paar Spielen gut. Insgesamt war es eine geschlossene Teamleistung über die vollen 60 Minuten hinweg. Wir haben die richtigen Dinge gemacht, uns an unseren Plan gehalten, daher lief die Partie auch in unsere Richtung.“

„Wenn man in Playoffs für volle zwei Minuten „Drei-gegen-Fünf“ spielen muss, ist das natürlich ziemlich stressig, denn das sind fundamentale Momente in einem Spiel: Trifft der Gegner, gibt ihm das Energie und Kraft, können wir ihn stoppen, verleiht es uns einen Boost. Im gestrigen Fall finde ich, dass wir in dieser Situation doppelt gewonnen haben, durch den Penalty Kill und den direkt danach folgenden eigenen Treffer. Davon haben wir profitiert, das hat uns weiteren Auftrieb gegeben.“

„Die Pioneers haben zweifellos sehr gute Offensivspieler, die sehr viel Gefahr ausstrahlen können, aber ich denke, dass wir uns weiterhin an jene Dinge halten sollten, die uns schon die gesamte Saison hindurch stark gemacht haben: Das ist eine solide Defensive, in der wir alle, die in der Position dazu sind, unseren jeweiligen Gegenspieler in seinen Handlungsmöglichkeiten einschränken. Wir dürften die Angreifer nicht in die Räume hinter uns gelangen lassen, müssen Schüsse blocken. Ganz hinten erhalten wir immer starkes Goaltending, für uns geht es also darum, auch unsere Zweikämpfe zu gewinnen, dann haben wir immer Möglichkeiten, die Scheibe aus unserer Zone zu bekommen und schnell umzuschalten.“

„Es sind die Playoffs, da geht es immer etwas härter zur Sache. Wenn Mannschaften dann frustriert werden, weil sie nicht unter die sprichwörtliche Haut des Gegners kommen, können ungute Szenen entstehen. Aber das ist in Ordnung, wir als Mannschaft lieben es, es befeuert uns und wir können damit umgehen. Das wird nicht aufhören, bevor die Serie vorbei ist, also kein Problem, wir sind gewappnet.“